Eindrücke von der Online-Konferenz des Synodalen Weges 4/5. Februar 2021

Das macht mir Hoffnung

Anmerkungen zum Auftakt der Online-Konferenz des Synodalen Weges am
Abend des 4. Februar 2021

von Thomas Nixdorf

Die Atmosphäre ist freundlich. Man geht respektvoll miteinander um,
authentisch und kritisch in der Sache, bemüht, andere Personen nicht zu
verletzen. Die Spannungen bei den Themen sind aber spürbar. Der Ernst
der Lage wird benannt: Plausibilitäts- und Glaubwürdigkeitsverlust!
Mehrfach der Appell: Evangelisierung als gemeinsame Aufgabe nicht gegen
notwendige Veränderungen von Strukturen auszuspielen!
Die Rückbesinnung auf den Grund des Synodalen Weges – sexualisierte
Gewalt und Machtmissbrauch – am Anfang der Online- Konferenz trägt zur
Vertiefung bei und besonders die Einbeziehung der Betroffenen.
Johann Baptist Metz sprach vor Jahrzehnten von Gnade als Fähigkeit zur
Unterbrechung, uns nicht mit unseren eigenen Augen zu sehen, sondern mit
den Augen der Opfer, aus denen uns der Herr selber anblickt.
Statt nur über, wurde mit Betroffenen gesprochen. Das macht mir
Hoffnung! So kommen wir dem Geist Jesu, um den es in allem geht, am
nächsten. Den Betroffenen eine Stimme geben, auch Menschen, die nicht
unseren Idealen entsprechen, die anders sind und so Opfer von
Diskriminierung werden können – durch unser Handeln, unsere Worte und
unser Denken.